Das jenische Stupfl-Theater


Unsere Akteure beim diesjährigen Jenisch-Theater v. l.:
Werner Rauch, Ralf Albig und Gerald Bär

 

Die von Fürst Karl-Albrecht I im 18. Jahrhundert in Schillingsfürst angeworbenen „Kolonisten“ mussten nur eine Bedingung erfüllen, sie mussten katholisch sein. Deshalb mussten diese und ihre Nachfahren ihre großen und kleinen Sünden in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen beim Pfarrer beichten, um Vergebung zu erhalten.

Der jenischsprechende Schlapp (Gerald Bär) berichtet seinen Freunden Spitzi (Ralf Albig) und dem auch in Schillingsfürst gut bekannten Rothenburger Polizisten Nekker (Werner Rauch) von seiner letzten Beichte. Die sich dabei ergebenden Erkenntnisse sind durchaus unerwartet.

Der Sketch wurde von den beiden Gründern des Jenischmuseums Johannes Munique und Markus Löschel geschrieben. Er wurde erstmalig beim Jenisch Symposium während des Heimatfestes im letzten Jahr in gleicher Besetzung gespielt. 

Höhepunkt dieser Veranstaltung war die von der Internationalen Gesellschaft für Sondersprachenforschung überreichte Urkunde mit der  Anerkennung des Schillingsfürster Jenisch als „Immaterielles Kulturerbe“.